Web 2.0
Web 2.0 ist wahrscheinlich der am meisten missverstandene Begriff in letzter Zeit. Viele können damit nichts anfangen. Doch was bedeutet nun Web 2.0?
Genau genommen ist Web 2.0 einfach nur ein Begriff, erfunden von Tim O'Reilly und Dale Dougherty. Entstanden während eines Brainstormings zusammen mit MediaLive International um die neuesten Trends des Webs aufzugreifen. Um die zahlreichen Veränderungen zu benennen etablierte sich daraufhin das Schlagwort „Web 2.0“. Viele Internetnutzer waren verwirrt, und manche glaubten Anfangs, sie müssten etwas neu installieren oder herunterladen.
Dabei ist Web 2.0 nur ein Begriff für die Weiterentwicklung des Internets. Denn immer mehr Funktionen und Webangebote laden zum aktiven Mitmachen ein, statt passives „nur Betrachten“.
Eigentlich ist es fast ein Schritt zurück zum Grundgedanken des Internets.
Das World Wide Web wurde entwickelt von und für Forschungsinstituten, damit Wissen schnell und einfach ausgetauscht werden kann. Damals hatten nur bestimmte Institute Zugang zu diesem Netzwerk, was sich aber schnell änderte. Jeder Nutzer trug also einen Teil zum Inhalt des Netz dazu. Dies änderte sich als das Business Einzug hielt ins „Internet“. Hinzu kamen somit Kommerzielle Sites. Hier wurden dann Dienstleistungen oder Produkte angepriesen. Der User wurde somit zum passiven Betrachter. Er konsumierte, anstatt aktiv einen Teil beizutragen.
Dies hat sich geändert. 40 Millionen Deutsche nutzen das Internet und durch die immer schneller werdende Internetverbindungen, dies auch immer öfter und länger. Durch die weiter Entwicklung von Anwendungen benötigt der Nutzer nun fast gar keine Programmerkenntnisse mehr, um Bilder, Texte, Fotos oder Videos zu veröffentlichen. Mittlerweile gibt es unheimlich viele Portale im Internet zu finden, die dies sehr einfach ermöglichen. Daneben gibt es so genannte „Blogs“ die sehr einfach an die persönlichen Wünsche anzupassen sind. Ob diese Blogs nun als eine Art Tagebuch geführt werden oder regelmäßig Berichte über ein Hobby veröffentlicht werden. Es gibt unzählige Varianten.
Desto mehr Nutzer am „Projekt“ Internet mitmachen, desto größer wird das Angebot. Doch leider gilt es auch zu erwähnen, ob dies Segen oder Fluch bedeutet. Wie viele Nutzer haben Interesse daran, zu erfahren was ein anderer so am Tag gemacht und erlebt hat? So gibt es zum Beispiel Portale im Internet, auf denen Wissen und Erfahrungen ausgetauscht werden. Woher kann man aber wissen wie „Richtig“ der Inhalt ist? Daher sollte man umsichtig mit dem Inhalt umgehen. Für das Sammeln von ersten Informationen natürlich gut zu gebrauchen. Trotz allem, ist die Entwicklung positiv zu betrachten.
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